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Bujinkan Kukan Dojo

Bujinkan Budo Taijutsu

Authentic Japanese Martial Arts
Ninjutsu

Erlebnisbericht zum Seminar von und mit David Heald am 04. & 05.9.2010

Von Matthias Heemeyer.

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Endlich war es wieder soweit, ich hatte Zeit und Geld übrig für ein weiteres Jahres-Highlight in Hamm mit David Heald. Wie ich in Hamm erfuhr, ist David nicht nur langjähriger Freund und Unterstützer, sondern auch der Lehrer von Guido und Oliver. Das erklärt natürlich so einiges :-).

Wie zu merken ist, ich bin begeistert - schon wieder!

Es waren zwei herrliche Tage voller Anstrengungen und Informationen. Und ich habe wieder unglaublich viel gelernt.
Nicht nur, dass ich zum ersten Mal eine Naginata in der Hand hatte und Techniken mit dem Yari trainieren durfte, was schon spannend war und unheimlich viel Spaß gemacht hat. Es war durch Schwert und waffenlose Übungen um die Bewegungsabläufe auch ohne Waffe zu trainieren ein perfekt abgestimmtes Programm.

David ist ein Lehrer, von dem man einfach nur dazu lernen kann. Er hat eine sehr ruhige und unheimlich freundliche Art. Sprachlich ist er gut zu verstehen, sein British English stellt, glaube ich, für keinen, der Englisch als Fremdsprache in der Schule hatte, ein Problem dar. Wenn er Techniken vorführt, beschränkt er sich nicht nur verbal auf das Wesentliche. Abgesehen von einigen „henka“ und einem „henka-henka“ zeigt er auch alles nur zwei mal und dann heißt es „practice“. Das finde ich besonders gut, weil ich weder durch viel Reden noch durch viele sofort gezeigte Variationen abgelenkt und verwirrt werde.

David lässt die Techniken dann relativ lange üben. Das half mir, dass sich alles besser setzen konnte. Denn noch nie nach einem Seminar wusste ich nach mehreren Tagen noch so viele Details, die ich für mich zum Nachlernen aufschreiben konnte. Während dessen macht er die Runde und kommt unabhängig von der Graduierung zu jedem (!), korrigiert und erklärt Details und Hintergründe. Und das solange, bis das beim Schüler angekommen ist, was seiner Meinung nach ankommen soll. Wenn er sich dabei viermal wiederholen muss, ist er sich auch dafür nicht zu schade.

Zum Feind haben möchte man ihn aber nicht. Denn wenn er auf Anfrage hin, wie genau er die eine oder andere Technik ausgeführt hat, diese in sehr plastischer Weise am Leib des Fragenden erläutert, ist das außerordentlich unangenehm. Ich spüre immer noch seinen stählernen Griff um und in meinen Hals und sein Fausthieb würde sicher Elefanten zum Kotzen bringen. [Anm. der Redaktion: die letzte Aussage gefällt uns besonders gut!] Aber dafür weiß ich jetzt, wie dieser Griff funktioniert und sich anfühlen muss und was es heißt, wirklich locker zu werden nach einem Hieb in die Rippen.

Neben dem einen oder anderen Witz oder Filmzitat („use the force, Luke“) benutzt David eine anschauliche Bildersprache („keep the door shut“ - niemals die Kontrolle des Gegners lösen und ihn freilassen) um zu erklären, worauf es ankommt. So weiß ich nun, dass mein jahrelanges Streben nach einem ordentlichen Sixpack sinnlos war und ein praller Bierbauch viel besser für die Abwehr eines Speerstoßes ist.

Diese Erkenntnisse zwischendurch machen für mich einen großen Teil der Motivation für ein solches Seminar mit einem so hochrangigen Lehrer aus.

Kurzum, ich liebe es. Danke David und danke auch an Guido und Oliver, dass ihr uns daran teilhaben lasst!!

Matthias Heemeyer