



Erlebnisbericht zum Seminar von und mit Dino Gheri am 15.01.2011
Von Marco Konersmann.
Heute sind wir wieder in die weite Welt gezogen und haben ein Tagesseminar in der Stadt besucht, die schon so herausragende Persönlichkeiten wie Till Hoheneder [Till von Till & Obel] oder die Schwimmerin Jutta Weber hervorgebracht hat: Hamm.
Dino Gheri, 15. Dan und Gründer des Wakagi-Dojos in Nürnberg, hat uns mit einem Tagesseminar zum Thema Bo erfreut. Sechs Stunden lang haben wir uns die Langstöcker um die Ohren gehauen.
Wir haben mit Basistechniken zum Einstieg begonnen. Das ging über bo furigata [dem Wirbeln den Stabs zur Übung und evtl. zum "Treiben" des Gegners] und Basisschlägen zu den Schläfen, den Füßen, der Hüfte und sonst allem, was Schmerzen verursacht, zu einer sehr coolen übung zum Umgang mit dem Bo:
Alle Teilnehmer stehen im Abstand von ca. 1 Meter Spalier, während einzelne den entstandenen Korridor im durchgängigen bo furigata durchqueren, hoffentlich ohne ihre Trainingspartner dabei umzuhauen.
Im weiteren Verlauf haben wir dann Schlagkombinationen gelernt, die einem den alltäglichen Umgang mit dem Bo erleichtern [jeder kennt den alltäglichen Kampf in unserer Gesellschaft ...], und ein paar schöne Hebeltechniken, die wir bestimmt im kommenden Training nochmal wiedersehen werden.
Denn gerade zu den dort gelernten kata muss man sagen:
In vielen davon konnte man das aktuelle Jahresthema wieder entdecken: die Kihon Happo [ich muss zugeben, dafür muss man manchmal ein bisschen interpretieren].
Bemerkenswert finde ich auch die Intensität, in der wir den Block mit dem Schwert gegen den von oben hinab kommenden Bo gelernt haben.
Tägliche Übung vorausgesetzt, kann ich in Zukunft sicher jeden Schlag von oben perfekt mit meinem Bokken abgleiten lassen. Und immer darauf achten: nicht zu waagerecht, nicht die Hand oder den Unterarm absäbeln lassen, nicht den Fuß treffen lassen, und vor allem nicht da blocken, wo du eh nicht getroffen würdest. Und wer täglich übt, hat Schultern wie Hulk ... nur grüner!
Und wenn ihr das nächste Mal einen Bo in der Hand haltet, stellt euch vor:
20 cm links und rechts von euch sind auch Kumpels im vollbesetzten Training, die ihr nicht umhauen wollt ... Dann bekommt ihr vielleicht ein wenig das Gefühl, wie wir den Umgang mit dem Bo gelernt [ich] oder verfeinert [die Anderen ;-) ] haben.
Bis Montag beim Training!
Marco